Einleitung zum Sachverständigengutachten

Ein Sachverständiger wird beigezogen, wenn dem Gericht die erforderliche Sachkenntnis zur Entscheidung einer Tatfrage abgeht:

Hat ein Gericht oder eine Behörde kein ausreichendes Fach- oder Sachwissen, kann diese Institution die Sachfrage an einen Sachverständigen zur Beantwortung delegieren.

Ein Sachverständiger ist eine natürliche Person mit besonderer Sachkunde und mit einer überdurchschnittlichen Fachexpertise. Er unterstützt dabei lediglich den Entscheidungsprozess und wirkt nicht an der eigentlichen Entscheidung mit.

Begriff: Sachverständigengutachten

Das Sachverständigengutachten enthält die Beurteilung strittiger Tatfragen durch einen Experten.

Gerichtsgutachten oder Privatgutachten / Parteigutachten

Ein Sachverständigengutachten kann sein:

  • Gerichtsgutachten oder
  • Privat- bzw. Parteigutachten

» Informationen zum Privatgutachten / Parteigutachten

Diese Website informiert über das Sachverständigengutachten, welches als Gerichtsgutachten erstellt wird:

Das Gerichtsgutachten ist das von einem Sachverständigen unter der Strafandrohung von StGB 307 erstellte Gutachten.

Art. 307 StGB

Falsches Zeugnis. Falsches Gutachten. Falsche Übersetzung

1 Wer in einem gerichtlichen Verfahren als Zeuge, Sachverständiger, Übersetzer oder Dolmetscher zur Sache falsch aussagt, einen falschen Befund oder ein falsches Gutachten abgibt oder falsch übersetzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe bestraft.

2 Werden die Aussage, der Befund, das Gutachten oder die Übersetzung mit einem Eid oder mit einem Handgelübde bekräftigt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen.

3 Bezieht sich die falsche Äusserung auf Tatsachen, die für die richterliche Entscheidung unerheblich sind, so ist die Strafe Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen.

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